15-Küste

Lange haben wir überlegt ob wir diesen Bericht schon jetzt Online stellen sollen, oder erst wenn wir wieder von den Galapagos Inseln zurück sind. Da wir aber für die Galapagos Inseln sowieso einen eigenen Bericht machen wollen und wir noch ein bisschen Zeit hatten erfreuen wir euch jetzt schon mit diesem Bericht. Los geht‘s, als erstes noch zu unserer Zeit in Lima. Wir verbrachten die meiste Zeit im Noblen Stadtteil Miraflores, dieses neuere und moderne Stadtviertel mit Meeresanschluss ist sehr Europäisch aber auch teurer. Am Wochenende besichtigen wir das Historische Stadtzentrum mit den Kirchen und Museen. Leider darf man dort die interessanten Sachen nicht fotografieren und so können wir nur schwer unsere Erinnerung mit unseren Bildern auffrischen. Gefallen hat uns die Kirche mit dem Kloster San Francisco de Asis, mit der Sehenswerten Bibliothek und den Katakomben. Sowie der Wasserpark „Parque de la Reserva“ etwas südlicher, dazu haben wir ein paar Bilder als Bestätigung.
Zwei Tagen verbringen wir noch in einer Werkstatt um ein paar kleinere Sachen zu erledigen: Neue Bremsen, Motorblockdichtung, ein neues Türschloss und die ABS Sensoren zu reinigen. Zusätzlich noch neue Kotschutzlappen montieren, was gar nicht so einfach ist wenn die Halterung an einer schlecht zugänglichen Einpressmutter befestigt ist und immer mitdreht. Ohne diese Mutter hätten wir die Kotschutzlappen schon längst selber montiert, wir mussten sogar hier, extra noch zu einem Karosseriespengler um mit einem Schweissbrenner die Schrauben und Muttern zu entfernen.
Dann geht es aber raus aus dem hektischen Lima, wir machen einen kleinen Abstecher ins „Reserva National de Lachay“ einer grünen Nebellandschaft! Aber zu dieser Jahreszeit hat es keinen Nebel, es hat zwar hier in den Hängen deutlich mehr Vegetation als ein paar Höhenmeter tiefer im Sand, aber es ist momentan doch sehr trocken und nicht so grün wie erhofft. Somit verbringen wir nur einen Tag hier und fahren dann wieder zurück.

Über Lima fahren wir in die Berge. Innert weniger Kilometer von Meereshöhe hinauf auf 4818m.ü.M. So hoch oben wollen wir dann nicht schlafen also geht es wieder 1000 Höhenmeter hinunter ins Reservat Paisajistica. In diesem abgelegenen Reservat verbringen wir die nächsten Tage. Hier ist es jetzt durch den vielen Regen überall grün. Die kleinen Strassen sind zum Glück gut befahrbar und wir kommen am zweiten Tag zum schönen Tal des Rio Cañete. Hier hat es viele Lagunen, Wasserfälle und Wasserstufen, mit dem eher schlechten Wetter ist es nicht ganz einfach diese zu fotografieren aber das Tal hat uns trotzdem gut gefallen. Im nächsten Tal geht es wieder hinauf, durch enge Schluchten und steile Felswände zum Pass Abra Negro Bueno. Kurz vor der Passhöhe gibt es aber eine Zwangspause, eine Lastwagenkolonne hält den Verkehr auf, an der dümmsten Stelle hat ein Lastwagen ein Panne und muss Notdürftig repariert werden. Nach dem Pass und wieder unten im Tal geht es noch bis nach Santa Rosa de Ocopa. Hier beim schönen Kloster dürfen wir übernachten, aber vorher gibt es noch einen Rundgang durchs Kloster. Wir sehen viele Bilder, Ausgestopfte Tiere, die Bibliothek und ältere Teile des Kloster. Aber leider darf man auch hier keine Fotos machen, so gibt es nur ein verdeckt gemachtes Bild des schönen Saales mit der Geschichte des Gründers des Klosters.

Der nächste Tag besteht aus fahren, klettern und fahren. Wir besichtigen die Höhlen von Huagapo, machen eine kleine Tour hinein ins dunkle der Höhle. Dann geht es weiter bis zur Lagune La Chinchaycocha wo wir auf der Rückseite bei einem Aussichtspunkt übernachten. Die Fahrt geht weiter durch die Berge, bei Huanuco geht es sofort weiter Richtung Huaraz, da wir hier im hektischen Huanuco schon nach kurzer Zeit den Fahrstil der Einheimischen übernehmen und der ist wirklich nur asozial. Aber mit einer gemütlichen Fahrt wird nichts, den die nächsten 130km sind eine schlimme Schlaglochstrasse und immer geht es hinauf und wieder hinunter. Wir sind froh als wir am späten Abend oberhalb La Union bei den Ruinen Huanucopampa ankommen. Wir dürfen freundlicherweise direkt vor den Eingangshäusern übernachten. Am nächsten Morgen machen wir einen kleinen Rundgang auf der Ruinenanlage und retten nebenbei noch eine Maus welche in ein Loch gefallen ist. Über einen weiteren Pass geht es nach Huaraz, dem Ausgangspunkt für viele Wanderungen in der Cordillera Blanca und Huayhuash. Wir schauen uns hier jetzt aber nur ein bisschen um und besorgen uns eine Karte sowie ein paar Informationen. Wir wollen später noch einmal zurück kommen, wenn das Wetter hier stabiler sein soll. Nach zwei Nächten in Huaraz und mehreren Tagen in den Bergen geht es wie wieder an die Küste. Von der Passhöhe über 4000 Höhenmeter hinunter bis auf Meereshöhe. Am zweiten Fahrtag erreichen wir Trujillo. Hier betätigen wir uns wieder einmal Kulturell und besichtigen die Museen und Ausgrabungsstätte „Huaca del Sol y de la Luna“ der Moche Kultur und noch die Lehmstadt Chan Chan der Chimú Kultur.

Nach einer Nacht im kleinen (Sonntags Touristen) Dorf Huanchaco fahren wir zum nächsten grossen Archäologischen Gebiet von Peru. In der Umgebung von Chiclayo gibt es einige Museen und Archäologische Stätten zu besuchen. Wir reduzieren es auf die zwei Museen Sipan und Sican wo die Fundstücke der jeweiligen Grabungsstätten ausgestellt sind. Mit einem Zwischenhalt in Piura geht es an den Sandstrand vor Zorritos. Hier finden wir über Ostern Unterschlupf bei Melba und Jacques, er eigentlich aus der Westschweiz, haben sich hier für sich ein kleines Paradies aufgebaut. So verbringen wir die Osterfeiertage hier am Strand und spielen mit dem Peruanischen Nackthund von unseren Gastgebern, bevor es uns nach Ecuador zieht.

Ende Osterfeiertage fahren wir die paar Kilometer bis zur Grenze wo wir ohne grosses Anstehen unsere Papiere der Reihe nach ausfüllen und abstempeln. Schon direkt nach der Grenze wird es viel grüner als noch der Wüstenartige Küstenabschnitt in Peru. Zusammen mit dem besser Ausgebauten Strassennetz haben wir schon einen ersten guten Eindruck von Ecuador. Mit einem Zwischenhalt geht es zur grössten Stadt nach Guayaquil. Wir laufen der schönen Flusspromenade entlang besichtigen die Stadtpärke mit Landleguanen. Nebenbei gehen wir bei einigen Reisebüros vorbei und erkundigen uns nach Flügen auf die Galapagos Inseln. Denn wir haben uns schon länger entschieden dass wir die Gelegenheit nutzen wollen und diese einzigartigen Inseln nicht links liegen lassen wollen. Wir haben vorab auch schon Angebote per Mail eingeholt für eine 8 Tägige Schiffstour mit diversen Landgängen, aber wir sind nach einigen Angeboten und einer Nacht Bedenkzeit zum Entschluss gekommen dass wir nur den Flug buchen und alles vor Ort organisieren. Jetzt da der Flug gebucht ist müssen wir nur noch das nötige „Kleingeld“ für mögliche Touren aus dem Geldautomat beziehen.

Bis zu unserem Flug haben wir noch ein paar Tage Zeit wir fahren deshalb weiter an die Küste. Mit einem Zwischenhalt geht es bis Puerto Lopez, wo wir bei der Hostería Mandála nachfragen, ob wir hier campieren dürfen. Weil sie momentan gut ausgelastet sind, wollen sie uns nicht bei ihnen auf der Anlage haben und verweisen uns zu einem anderen Platz etwas südlicher, welcher auch im Besitz von einem Schweizer ist. Uns gefällt der Camping Islamar, oberhalb der Klippen einer Halbinsel gelegen, sehr gut. Mit einem schattigen Unterstand und etwas Wind vertragen wir die Sommerhitze schon viel besser. Am ersten Abend werden wir vom Besitzer Christian zu einem Cuba Libre Eingeladen, so verbringen wir mit ihm einen geselligen Abend, und erfahren ein bisschen mehr über die schöne Anlage mit den Bungalows, Campingplätzen und dem kleinen Restaurant. Dann müssen wir uns schon wieder von ihm verabschieden, den er fliegt schon Morgen zurück in die Schweiz. Wir bleiben noch ein paar Tage auf der Anlage. Von hier fahren wir auch in den Nationalpark Machlilla und an den Strand Los Frailes. Ansonsten geniessen wir die Tage und treffen die letzten Vorbereitungen bis zu unserem Abflug.
Morgen ist es nun soweit, wir fliegen zu den Galapagos Inseln. Ich glaube nicht, dass ich zu viel verspreche, und wir viele Fotos zurück zum Festland bringen für den nächsten Bericht.

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