06-Überraschungen

Von Uspallata geht es über eine Rundfahrt im Gebirge zum Cerro Siete Color. Wieso dieser so heisst sieht man am besten an den Bildern. Zurück in Uspallata geht es direkt über die Hauptstrasse weiter nach Potrerillos wo wir unser Lager vor Mendoza am Stausee beziehen. Uns wird dort ein Windsurfkurs angeboten welcher wir trotz gutem Wind ausschlagen und so schon am nächsten Tag nach Mendoza fahren. In die Stadt fahren wir nicht über die Hauptstrasse sondern eine Nebenstrasse. Hier kommen wir das erste Mal ins Grübeln ob wir wieder zurückfahren müssen weil unser Fahrzeug zu gross bzw. hoch ist! Aber wir haben Glück und können das Hindernis einfach einen Meter daneben umfahren. Sonst hätten wir das erste Mal wegen dem Fahrzeug wieder umkehren müssen. Bisher hatten wir aber immer die richtigen Dimensionen und einige Male an andere Reisende mit ihren grossen schweren Fahrzeugen gedacht, was die hier wohl machen werden! In Mendoza treffen wir wie so üblich bei uns gewollt oder ungewollt an einem Sonntag, am besten zur Siesta Zeit ein. So hat praktisch alles geschossen. Wir erkunden die verschiedenen Grünanlagen und sehen uns trotzdem einmal nach einer Möglichkeit um, wieder einmal Dollar in Argentinische Pesos zu wechseln. Vor einer Geldwechselstube werden wir sofort als Touristen entdeckt und darum sofort angesprochen ob wir Geldwechseln wollen. So hat es für einmal Vorteile nicht wie der Typische Einheimische auszusehen. Und wir sind so einfach wieder zu Geld gekommen und haben hier auf der Strasse min. 40% mehr bekommen als am Bankomaten. Nach kurzer Zeit haben wir genug von der Grossstadt und fahren wieder aufs Land. Die Weingegend und deren Bodegas und Weintouren lassen wir für dieses Mal sein und fahren über die Passstrasse Ruta Provincial 52 wieder zurück Richtung Uspallata. Schon wieder richtig gelesen! Auf halben Weg dahin auf über 3100m.ü.M. bei einer Sendestation beziehen wir unser Nachtlager. In dieser Nacht hatten wir einen fantastischen Sternenhimmel, welcher wir einige Tage später gerne wieder gehabt hätten! Uspallata lassen wir am Morgen links liegen und fahren direkt weiter zum Nationalpark El Leoncito. Vor der Auffahrt zum Park machen wir kurz einen Abstecher auf eine Lehmebene und üben schon einmal für Bolivien in der Salzwüste. Im Park machen wir eine kurze Wanderung aber das Highlight sollen eigentlich die zwei Observatorien sein. Wir registrieren uns für den Campingplatz, welcher hier im Park gratis benutzt werden kann, inkl. WC, Dusche und Wlan beim Infocenter. Am Abend sieht es aber nicht mehr so gut aus. Es ziehen die ersten Wolken auf. Jetzt hatten wir lange das schönste Wetter und wenn der Himmel mal wirklich Wolkenfrei sein sollte ziehen diese natürlich direkt in unser Sichtfeld. So lassen wir es für heute bleiben und versuchen es am nächsten Abend noch einmal. Der nächste Tag ist aber fast noch schlechter es beginnt sogar zu regnen. Für uns alles kein Problem wir machen einfach unsere Markisen auf und haben so einen trocknen Platz wo wir unseren Tag verbringen können. Am Abend ist es natürlich noch nicht besser und wir gehen wieder ohne die Besichtigung der Observatorien ins Bett. Am nächsten Tag ist das Wetter noch einmal schlechter. Wir beschliessen alles zusammenzupacken und weiter zu fahren, in Chile gibt es auch noch Observatorien welche wir besuchen können. Als wir bei Regen aufbrechen sehen wir noch wie die Parkranger einen Traktor bei einer kleinen Brücke versenkt haben, wir sprechen kurz mit den Leuten. Haben aber keine Lust die Hände dreckig zu machen. Kurz darauf kommen uns dann sowieso bessere Bergungsfahrzeuge entgegen und wir können ohne schlechtes Gewissen weiter fahren.

Auf der Routa 149 sind schon einige Stellen mit Kies und Steinen übersät. Aber für uns alles kein Problem. Wir fressen noch einige Kilometer bis San Juan wo wir nur kurz anhalten um einzukaufen, fahren dann direkt weiter. Das Wetter macht keine Lust auf eine Besichtigung der Ortschaft. Auf einem ehemaligen Strassenabschnitt machen wir direkt neben einem Friedhof rast und verbringen ein bisschen abseits der Strasse die Nacht. Am Morgen fahren wir die letzten Kilometer bis zum Nationalpark Sierra de las Quijadas hier wollen wir die Canyons besichtigen aber leider sind wegen des Wetters nur die oberen Wege zugänglich, auch die geführten Touren sind momentan nicht möglich. Wir sehen uns kurz um, da es immer noch bewölkt ist suchen wir uns einen schönen Platz auf dem einsamen Campingareal des Parkes. Pünktlich zum Sonnenuntergang verschwinden die Wolken mehr oder weniger und wir kommen doch noch zu unseren Bildern. Am Morgen sieht es eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang nach tollem Wetter aus, so gehen wir noch einmal zu den Canyons um noch mehr Fotos zu machen. Keine 10 Minuten vor Sonnenaufgang zieht blitzartig Nebel auf und vermiest uns den Sonnenaufgang. Trotz des Nebels verlassen wir mit ein paar schönen Bildern von den Canyons den Park. Wir fahren wieder zurück biegen aber kurz vor San Juan rechts ab. Bei der Difunta Correa, Schutzpatronin der argentinischen Auto- und LKW-Fahrer machen wir eine kleine Rast und schauen uns um. Auf einem Hügel stehen hunderte selbstgemachter Häuschen, Auto- und LKW-Modelle und noch viel mehr. Am meisten fallen die vielen Petflaschen auf. Den Brauch und wie er gepflegt wird, eine gefüllte Wasserflasche für Notfälle zu hinterlassen, haben wir schon im ganzen Land gesehen. Aber hier ist alles um einige Dimensionen grösser.

Weiter geht es, viele Kilometer später sind wir in San Agustin de Valle Fertil. Dort gehen wir auf den Örtlichen Campingplatz. Hier haben wir den ganzen Abend Musik. Der Campingplatzbetreiber lässt während er Fahrräder repariert die Musik über den ganzen Platz schallen. Und im Dorf findet noch eine Misswahl mit Unterhaltung statt. Weiter im Norden beim Nationalpark Ischigualasto können wir nichts alleine Unternehmen. Da der Park sehr weitläufig ist wird dieser per eigenem Auto im Konvoy mit einem Guide erkundet bzw. einen Teil per geführter Fahrradtour und Wandertour. Aber das wirkliche Problem momentan ist dass der Regen der letzten Tagen einen Teil der Tour abgeschnitten hat. So ist nur etwa die Hälfte des Kurses befahrbar bzw. geöffnet. Da wir aber nicht nur die halbe Tour machen wollen fragen wir nach wann es wieder möglich wäre. Anscheinend soll es in ein paar Tagen wieder gehen. Darum machen wir einen Abstecher zum nächsten Park um diesen zuerst zu besichtigen. Im Park Talampaya welcher hier eine relativ neue und gute Infrastruktur hat, informieren wir uns über die Möglichkeiten. Kostenlos ist hier eigentlich nur eine kleine Wanderung wo sie Dinosaurier Replikate aufgestellt haben. Da es schon spät ist machen wir keine geführte Tour mehr, sondern wollen am nächsten Tag am Morgen auf die erste grosse Tour gehen. Übernachtet wird auf dem Parkplatz im Park, am späten Abend kommt dann noch ein Ranger und verlangt von uns die Quittung für das Campieren hier auf dem Gelände, wir haben dies mehr oder weniger einfach ausgelassen und haben so natürlich keine vorzuweisen. Darum müssen wir diese nun noch nachzahlen. Am Morgen buchen wir dann die geführte Tour, auch hier ist es so dass die grösste Tour von ca. fünf Varianten nicht möglich ist, da auch hier der Regen die Zufahrt überschwemmt hat. Die Touren hier sind alle relativ Teuer, aber es bleibt einem ja nicht viel anderes übrig. Auf der Tour fährt man mit einem 4×4 Lastwagen in den Canyon hinein und besichtig so mehrere interessante Stellen. Obwohl das ganze teuer war lohnte sich der Besuch trotzdem. Am Abend auf dem Weg zurück zum Park Ischigualasto fotografieren wir noch den Sonnenuntergang. Da wir so natürlich spät ankommen stellen wir uns im Park einfach auf dem Parkplatz ab. Hier lässt man uns nach einem kurzen Schwaz, dann freundlicherweise kostenlos übernachten. Nach der erholsamen Nacht informieren wir uns hier wieder über den Zustand des Rundkurses. Zuerst heisst es, heute noch nicht vielleicht morgen. So warten wir halt noch ab, nach einer Weile kommt dann ein freundlicher Ranger und sagt uns dass es wohl noch einige Wochen dauern soll. So entschliessen wir uns, da es nur ein kleiner Umweg ist, diesen nach dem Abstecher nach Chile noch einmal anzufahren. Wir fahren also weiter, vor dem Pass Agua Negra beim Stausee vor der Ortschaft Rodeo fahren wir über den Damm in die Pampe. Dort fahren wir uns auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz fast im Schlamm fest. Aber zum Glück ist schnell wieder fester Boden unter den Rädern. Zum Abendessen wollen wir eigentlich wie üblich ein Glas Wein trinken aber dieses Mal haben wir einen schlechten Jahrgang erwischt, weil ungeniessbar leeren wir den Essigwein einfach aus. In dieser herrlichen aber windigen Landschaft übernachten wir mehr oder weniger ruhig. Von dort ist der Grenzposten vor dem Pass Agua Negra schnell erreicht. Dort erfahren wir dass der Regen in Chile noch viel schlimmer war als in Argentinien. Die Region Atacama hat die schlimmsten Regenfälle seit 80 Jahren hinter sich. In der sonst so trockenen Gegend sind viele Leute in Notunterkünften untergebracht, Strassen und ganze Landabschnitte sind überschwemmt bzw. verschüttet. Der Pass soll darum frühestens in zwei Monaten wieder offen sein. Nur ist dann halt schon Winter und dieser Pass wäre wegen dem Schnee eh nicht mehr passierbar. Das heisst für uns unsere Pläne neu zu überdenken. Wir fahren zurück zu einer Tankstelle bei welcher wir kurz vorher eine kleine Pause eingelegt haben. Diese nutzen wir nun um hier zu übernachten und eine neue Grobplanung zu machen. Diese wollten wir zwar erst in der Region Salta machen, müssen diese jetzt aber zwangsläufig ein bisschen vorverlegen. In Folge der schweren Unwetter ist nun der Plan momentan in Argentinien zu bleiben. Über die Routa 40 fahren wir Richtung Norden, diese ist zwar auch nicht überall in bestem Zustand. Dies zum Teil wegen des Unwetters welches auch hier seine Spuren hinterlassen hat. Später bei einer Kreuzung kommen dann Schilder das diese Strasse gesperrt ist! Wir fahren trotzdem weiter, alternativ wäre ein Umweg von mehr als 300km und einen Teil davon haben wir auch schon gesehen. Gruss an NP Talampaya. Ein bisschen weiter hängt ein Zettel mit dem morgigen Datum als Wiedereröffnung. Deswegen sind wir guter Hoffnung dass wir auch durch kommen. Bis jetzt hatten wir auch noch keinen Gegenverkehr. Auf der anderen Passseite sehen wir dann den Grund. Hier ist noch eine riesige Baustelle wir fahren trotzdem immer weiter bis wir aufgehalten werden, man sagt uns wir müssen bis 19 Uhr warten dann ist Feierabend und wir können weiterfahren. So gibt es heute halt Abendessen auf der Baustelle. Wir werden dabei von neugierigen Blicken beobachtet. Weiter glauben wir auch nicht dass die Strasse morgen wirklich wieder offen sein soll dafür gibt es hier noch zu viel zu tun. Direkt nach der Baustelle fahren wir unten an den Bach, wo es einige Plätze zum übernachten hat. Ist zwar wie vieler Orts wo die Argentinier grillen, ziemlich „vermüllt“, aber zum übernachten ein schönes Plätzchen.

Am nächsten Tag fahren wir nach Chilecito. Als erstes besuchen wir das Museum der Cable Carril, einer ehemaligen Bergwerkseilbahn welche hier im Jahr 1903-1905 erstellt wurde. Diese startet oder endet hier in Chilecito und geht bis auf 4350 bzw. 4600m.ü.M. hinauf. Im Zentrum von Chilecito erkundigen wir uns über die weiteren Sehenswürdigkeiten, und geben noch Auskunft über den Stand der Baustelle auf der Routa 40. Im Ort besichtigen wir dann noch die riesige Jesusstatue welche hier über der Ortschaft thront. Von hier aus fahren wir noch die Estacion 2 und 3 der Cable Carril an. Diese Zwischenstationen der Bergwerksbahn sind mehr oder weniger gut mit dem Fahrzeug erreichbar. Nach Besichtigung dieser beiden Stationen. Treffen wir bei einem Bachübergang auf Einheimische. Diese kommen mit ihren Motorrädern nicht über den Bach. Wir versuchen zu helfen, zum einen mit Körperlichem Einsatz und zum zweiten mit Werkzeug. Denn einer von ihnen hat es zwar über den Bach geschafft, hat aber dabei die Kette zwischen Motor und Achse der Gabelschwinge eingeklemmt. Nach einiger Zeit scheint alles irgendwie gelöst zu sein. Aber da merken wir, dass unser Schlüssel im Landy ist und die Türen verschlossen sind. Und wir stehen mitten im Weg so dass niemand mehr durch kommt. Aber zum Glück finden wir mit Hilfe der Einheimischen schnell ein geeignetes Stück Draht und können damit die Schwachstelle unseres Fahrzeuges ausnützen und haben das Fahrzeug innert kurzer Zeit offen. Jetzt sind wir zwar froh über diese Schwachstelle, aber uns wird auch bewusst wie schnell es möglich ist das Fahrzeug zu öffnen, wen man weis wo anzusetzen ist! Am Morgen werden wir bei unserem Schlafplatz von Argentiniern umzingelt, diese nehmen den Platz für das lange Wochenende zum grillieren und campen in Beschlag. Nachdem wir ihnen unser Fahrzeug gezeigt haben und uns ein bisschen Unterhalten haben verabschieden wir uns und überlassen ihnen den Platz.

Über Chilecito fahren wir nach Famatina von dort wollen wir zur Mine La Mejicana bzw. Estacion 9 der Cable Carril fahren auf fast 4400m.ü.M. Unten müssen wir zuerst bezahlen und eine Polizeischranke passieren. Sie sagen uns, dass es möglich ist bis nach oben zu fahren. So geht es über unzählige Bachdurchfahrten und steile Stellen mit grossen Steinen hinauf bis zur Estacion 9, bis oben auf die Bergkante reicht es dann aber nicht mehr. Zu viel Schnee! Nach ein paar Fotos der Cable Carril und der Mine fahren wir wieder hinunter bevor es Nacht wird. Zwischen den beiden Provinzen La Roja und Catamarca ist die Strasse in schlechtem Zustand, hier sind sich die Provinzen wohl nicht einig wer diese Unterhalten soll! In Catamarca machen wir einen kleinen Abstecher zu den Thermen bei Fiambala diese sollen sehr schön sein. Über Terrassenartige Becken wir das Wasser von Becken zu Becken immer kühler. Wie schon ein paar Mal haben wir ein gutes Timing. Es ist nämlich gerade Osterwochenende! Darum hat es jetzt viele Leute und es ist einiges los. Kurz: Samstag viele Leute, Sonntag schon deutlich weniger, Ostermontag hat es fast keine anderen Besucher mehr! Wir verbringen sehr schöne und erholsame Tage hier in den Thermen. Nach 3 Nächten geht es weiter, da die Rp3 Richtung Belen unbefahrbar sein soll, was später noch bestätigt wird, müssen wir einen grösseren Bogen machen um nach Belen zu gelangen. Da wir durch diesen Umweg jetzt sehr nahe bei der Ortschaft San Blas de los Sauces sind, wollen wir den Wasserfall „Cole del Vestido de Novia“ suchen, welchen wir in einer Broschüre entdeckt haben. Dank der Wegbeschreibung der örtlichen Polizei finden wir den Parkplatz vor der Schlucht des Wasserfalles und gleichzeitig einen herrlichen Platz zum übernachten. Bis zum Wasserfall muss man sich den Weg durch eine sehr schöne Schlucht suchen vor allem die letzten Meter sind nicht ganz klar wo man jetzt durch muss. Aber dann wird man mit einem super schönen Wasserfall belohnt. Zurück beim Parkplatz nehmen wir eine erfrischende Dusche bei einem kleineren Wasserfall. Bevor die Sonne untergeht laufen wir noch einmal zum Wasserfall um mit Kamera und Stativ noch ein paar Bilder mehr von der Schlucht und dem Wasserfall zu machen.

Nach diesem Abstecher fahren wir wieder Richtung Norden. Vor Belen bei den Inka Ruinen El Shincal machen wir einen Zwischenhalt. Die Ortschaft Belen erreichen wir schlussendlich wie meistens zur Siesta Zeit. So ist hier natürlich nicht viel los und die Geschäfte geschossen. Wir schauen uns kurz um, wo wir Morgen Einkaufen wollen und fahren dann zum örtlichen Camping welcher ausserhalb beim Staudamm ist. Dieser ist eigentlich mehr Picknickplatz als Camping. Der Zugang zu den Tischen und Grills ist mit Pfosten für Fahrzeuge abgesperrt. Wir finden trotzdem eine Lücke und fahren direkt zu den Tischen. Später läuft noch ein Mann vorbei, welcher hier für die Wasserversorgung und diesen Park zuständig ist. Er kann es fast nicht glauben dass wir durch diese Lücke gepasst haben, weiter interessiert er sich sehr für unser Fahrzeug und unsere Küche. Am Morgen geht es zurück in die Ortschaft. Da wir die nächsten Wochen in die Berge wollen ist Belen die letzte grössere Möglichkeit um uns mit Lebensmitteln und Diesel einzudecken. Voll beladen geht es in die Berge. Bei der Ortschaft Villa Vil suchen wir die Zufahrt zu dem kleinen Thermalbad etwas ausserhalb der Ortschaft. Dieses ist uns dann aber doch zu rustikal und der Platz sonst auch zu uninteressant um hier den Nachmittag zu verbringen. So fahren wir noch weiter hinauf bis zur Laguna Blanca. Dort stellen wir unser Fahrzeug an den Rand der Lagune, direkt neben eine Quelle. Von hier aus beobachten wir die Vicunas und die Flamingos bei der Lagune. Am Morgen zurück auf fester Strasse müssen wir nun definitiv den einen Pneu wechseln. Dieser hat seine Dienste getan und kann höchsten noch als „Notnotreifen“ verwendet werden. Keinen Kilometer gefahren da kommt uns schon ein Fahrzeug mit Schweizer Fahrzeugnummer entgegen. Christoph und Frederike haben wir schon einmal kurz getroffen (siehe letzter Bericht, Landytreffen). Dieses Mal Unterhalten wir uns aber deutlich länger und tauschen Erfahrungen aus. Nach dieser unterhaltsamen und informativen Unterhaltung mitten auf der Strasse, geht es weiter. Nach El Peñón biegen wir auf eine Wellblech Schotterstrasse ab. Diese ist mit einem Schild Only 4×4 gekennzeichnet. Über die immer sandiger werdende Strasse geht es zum grossen Bimssteinfeld „Campos de Piedra Pomes“. Wir übernachten direkt vor Ort bei diesen Gesteinsformationen. Am Abend und am Morgen machen wir jeweils eine Fotosafari durch dieses vom Wind bearbeitete Feld.

Von hier aus fahren wir weiter, später nach einigen schön sandigen Stellen und natürlich schöner Vulkanlandschaft. Biegen wir auf eine sehr kleine Spur ab welche um den Vulkan Blanco herum geht und auf über 4600m.ü.M. führt. Die Spuren werden immer weniger und bei einigen Abfahrten müssen wir uns vorher schon Gedanken machen, was ist wenn es nicht mehr weiter geht und nach Ausweichrouten Ausschau halten. Hinauf kommen wir bei diesen Stellen sicher nicht mehr, viel zu steil und sandig. Aber da alles hinuntergeht müssen wir nur auf unser Heck aufpassen dass dieses uns nicht überholt. Zurück auf ein bisschen mehr befahrenen Wegen geht es weiter entlang der sich abwechselnden farbigen Vulkanlandschaften und einem Bimssteinmeer mit Wellenförmigen Formen. Dann eine unendliche Zeit entlang einer fast ausgetrockneten Lagune. Da es langsam spät wird stellen wir unseren Landy einfach kurz in den Wind und übernachten hier in der Pampa. Nach diesem Abstecher zu den Bimssteinfeldern fahren wir jetzt doch noch nach Antofagasta de la Sierra kurz ADLS und erkunden die kleine Ortschaft. Hier sind die Einkaufsmöglichkeiten und Auswahl recht beschränkt. Dafür bekommt man hier Benzin und Diesel, aber alle kaufen diesen bei Privatpersonen und nicht bei der örtlichen Tankstelle. Diese soll anscheinend schlechte und verrostete Tanks haben. Beim öffentlichen WLAN Netz treffen wir auf den deutschstämmigen Argentinier Walter Christian Metzke der hier 4×4 Touren und mehr anbietet (siehe ALMAGAUCHO). Von ihm bekommen wir ein paar Tipps und die Wegbeschreibung zum nahen Vulkan. Nach der Interessanten Anfahrt zum Vulkan, wieder Only 4×4 wie so viele Wege hier oben, halten wir mitten im Lavafeld an und besteigen von hier aus den Vulkan Alumbrera. Oben umrunden wir den Krater und geniessen die Aussicht. Hinunter geht es um ein vielfaches schneller als nach oben, man bekommt immer einen Schritt geschenkt. Zurück in ADLS werden wir zu einem Kaffee bei Christian eingeladen. Von ihm bekommen wir viele Tipps und Routenmöglichkeiten. Wir sind natürlich über jeden Tipp von ihm froh, selten bekommt man von einem Tourguide so viele nützliche Informationen. Wir waren so lange bei ihm, dass wir nun im Dunkeln unseren Schlafplatz an der Lagune etwas ausserhalb der Ortschaft suchen müssen. Nach dem Morgenessen überrascht uns eine Herde von Lamas. Direkt vom Stuhl aus fotografieren wir diese Tiere und die Lagune, wenn dies doch immer so einfach und gemütliche wäre.

Zurück in ADLS nehmen wir vor Ort eine kalte Dusche, aber leider funktioniert momentan das Internet nicht. Gestern haben wir so viele Informationen von Christian bekommen, dass wir einen Teil schon wieder vergessen haben. Darum wollen wir noch einmal kurz bei Christian nachfragen. Aus kurz wird auch heute eher länger. Ihm haben unsere Topografischen Karten auf dem Laptop so gut gefallen. Dass wir ihm das Programm und die Karten auf seinen Laptop kopieren und eine Einführung in dieses geben. Da wir heute etwas weiter ausserhalb übernachten wollen, fahren wir dieses Mal ein bisschen früher bei ihm ab. Haben aber schon für Morgen noch einmal abgemacht. In der Nähe vom Campo de Tobas übernachten wir auf fast 4000m.ü.M. Am Morgen fahren wir zuerst noch weiter hinauf bis nach Real Grande. Hier übergeben wir einem Hirten die Nachricht und die Medizin von seiner Tochter aus ADLS. Wir besichtigen noch kurz die Wandmalereien welche hier in der Nähe sind und machen dann kehrt. Man könnte zwar von hier aus noch über den Pass bis zur Lagune Diamante fahren. Was nur am Morgen möglich sein soll, wenn zwei Stellen beim Bach gefroren sind! Da aber dieses Jahr der Schnee schon früh Einzug gehalten hat, lassen wir dies sein. Wieder zurück in ADLS treffen wir noch auf zwei Zürcher welche schon seit 8 Jahren in Amerika unterwegs sind. Zurück bei Christian bekommen wir und geben noch einmal ein paar Tipps. Dann aber müssen wir definitiv ADLS verlassen, wir haben noch einiges vor hier oben und wollen die Puna von Argentinien oder das Hinterland von ADLS und Tolar Grande bis zum Pass Socompa erkunden. Noch ein kleiner Tipp, auftanken! Keine Tankstelle mehr bis San Antonio de las Cobras und dort evtl. kein Treibstoff vorhanden. Wir fahren noch über einen kleinen Pass ,,über 4600m.ü.M.“ und dann hinunter zu einer Lagune wo Vicunas und Lamas weiden. Dort stellen wir unseren Landy in den Innenhof einer verlassenen Hirtenhütte. Am Morgen gibt es noch ein paar Fotos in der Lagune von den Lamas, welche mit der Zeit bis auf ein paar Meter heran kommen. Dann geht es aber weiter, wir fahren hinauf bis zu einem Balkon wo man über die Salzwüste „Salar de Antofalla“ blicken kann. Von da fahren wir ein paar Meter zurück und nehmen statt der Serpentinenroute die steile und sandige Abkürzung. Diese hat Christian anderen auch schon abgeraten, aber da er von unserer Anfahrt über den Vulkan Blanco gehört hat, meinte er dass dies für uns kein Problem sein soll. Nachdem wir diese Abfahrt gemeistert haben und nicht stecken geblieben sind, geht es hinüber zur kleinen Ortschaft Antofalla. Da biegen wir links ab und fahren entlang der Salzwüste zuerst zu den „Ojos“. Diese farbigen Lagunen sehen einfach faszinierend aus. Über eine abenteuerliche Strasse, schmal, steil und schräg geht es zum Einsiedler Simon mit seinem Hund. Bei ihm hat es ein kleines Thermalbad, dieses wollen wir natürlich nicht auslassen.

Nach etwa zwei Stunden im Bad und einer Unterhaltung mit Simon müssen wir weiter. Wir fahren unten wieder über die Salzwüste ins nächste Tal wo wir jetzt im späten Nachmittag die rotfarbigen Felsformationen sehen. Hier im Tal übernachten wir bei einem einigermassen Windstillen Plätzchen. Wir fahren am nächsten Tag von hier aus nicht weiter, sondern machen kehrt und fahren zurück zu den Ojos und Antofalla. In Antofalla haben wir gerade lang genug Internet damit wir die Postkarten abschicken können. Entlang der Salzwüste und einer Lagune geht es an verschiedenen Vulkangesteinen weiter bis zum Cono de Arita in der Salzwüste Salar de Arizaro. Dieser Kegel in der Salzwüste sieht doch einfach schön aus. Wir übernachten direkt oberhalb der Salzwüste hinter einem Gebäude einer Mine. Am nächsten Tag machen wir mehrere Fotoshootings mit dem Kegel und auch mit unserem Fahrzeug. Wir bleiben nochmals eine Nacht hier, fahren dann über die Salzwüste nach Tolar Grande. Hier schauen wir uns kurz um. Dann geht es aber wieder zur Salzwüste dieses Mal Richtung Paso Socompa. Nach langer und holpriger Fahrt entlang der Salzwüste geht es wieder hinauf. Man sieht dieser Pass wird nicht mehr viel angefahren, die Strasse ist übersät mit kleineren und grösseren Steinen. Die Strasse steigt immer weiter bis die ersten Schneefelder kommen. Nach kurzer Inspektion fahren wir über diese hinaus. Über eine Abenteuerliche Anfahrt finden wir hier oben bei einer ehemaligen Bahnstation in einer Garage Unterschlupf auf 4247m.ü.M. Der Windschutz der Garage war optimal, so hatten wir eine erholsame und nicht zu kalte Nacht. Zurück auf der Passtrasse geht es weiter. Kurz vor der Lagune Socompa biegen wir von der Strasse ab und nehmen eine kleine Serpentinenstrasse und fahren wieder Richtung Gleise der Eisenbahn. Die letzten Höhenmeter nehmen wir dann zu Fuss in Angriff bis zu der Absturzstelle eines Zuges im Jahr 1996. Der Unglückszug liegt dort noch immer im steilen Hang. Das wir hier auf fast 4000m.ü.M. sind merken wir mit jedem Atemzug beim gehen in dem steilen Gelände.

Wieder unten beim Fahrzeug geht es bis zum Pass Socompa und dem Argentinischen Militär, welches dort oben mit 4 Mann die Grenze bewacht. Diesen Pass und damit die Grenze nach Chile kann man seit ein paar Jahren nur noch per Fuss oder Fahrrad offiziell überqueren. Nach einer Unterhaltung und ein paar Fotos. Kehren wir also wieder um und machen noch einen kleinen Abstecher zu einer weiteren Bahnstation diese kann man aber nur noch zu Fuss erreichen. Unten bei der Lagune Socompa möchten wir bei ein paar Hirten in der Garage übernachten. Dies wird uns aber nicht gewährt wir müssten zuerst 60km fahren und den Chef fragen. Was aber bei dieser Uhrzeit sicher nicht mehr möglich ist, unsere Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt hier auf diesen Strassen ca. 20km/h. So fahren wir also weiter über verschneite Strassen Richtung Vulkan Llullaillaco und suchen in der Pampa bei einer Höhe von 4100m.ü.M. ein Plätzchen mit Morgensonne. Nach einer kalten Nacht möchten wir so weit wie möglich zum vorhin erwähnten Vulkan hinauffahren. Aber da es wie schon früher gesagt schon früh geschneit hat. Haben wir hier auf über 4600m.ü.M. viele Schneefelder. Diese konnten wir bis jetzt recht gut überqueren, bis wir auf einmal einsacken. Wir liegen nun mit unserem Tank auf dem Schnee auf und kommen nicht mehr weiter. Das heisst wir müssen wohl unsere Schaufeln auspacken und uns frei schaufeln. Wieder aus dem Schneefeld draussen schauen wir uns um und entschliessen dass das Basiscamp am Volkan Llullaillaco so wohl nicht erreichbar ist. Auch wenn man jetzt noch weiterkommen würde, die letzten Höhenmeter wären aber sicher nicht mehr Möglich. Darum und weil uns das Erreichen des Basiscamp nicht so wichtig ist, kehren wir um. Nicht mehr durch das grosse Schneefeld in welchem wir stecken geblieben sind sondern über die schneefreie Geröllhalde. Bei der nächsten Kreuzung biegen wir zur Salzwüste Salar de Llullaillaco und den Minen La Julia und Casualidad ab. Unsere Hoffnung dass es bei der Mina La Julia weniger Schnee hat bestätigt sich leider nicht. Wir versuchen es trotzdem bis hinauf auf ca. 5200m.ü.M. zu kommen. Hier hat es auch ein paar Spuren und wir sehen so jeweils auch die Umfahrungsmöglichkeiten der Schneefelder. Wir sind auch nicht die einzigen die mit dem Fahrzeug im Schnee stecken geblieben sind. An mehreren Stellen mussten andere auch kehren bzw. das Fahrzeug rausziehen. Als die letzte Spur vor einem weiteren Schneefeld endet, greifen wir noch einmal kurz zur Schaufel und machen dieses kurze Stück frei. Wir wollen wenigsten versuchen so weit wie möglich zu kommen. Aber jetzt müssen wir uns selber den Weg suchen. Nach einigen Umwegen und Schneefeldern sind wir wieder auf der Strasse auf mittlerweile über 4900m.ü.M. Aber von hier müssten wir jetzt der Strasse entlang 3.6km meist im tiefen Schnee fahren und immer den Abhang auf der einen Seite. So ist auch hier kein durchkommen und wir machen kehrt, fahren hinunter zur Mina la Casualidad. Hierher wurde das Schwefel Material der Mina la Julia mit einer Seilbahn hinunter transportiert. Die Bahn und die Masten findet man zwar nicht mehr aber eine gelbe Linie am Boden verbindet die beiden Minen miteinander. Wir erkunden am nächsten Tag das verlassene Minengelände bzw. Verarbeitungsgelände der Mine und deren Unterkünfte für die Arbeiter.

Über die Asphaltierte Strasse der Mine fahren wir zurück zur Salar de Arizaro wo wir wieder auf die holprige Strasse abbiegen Richtung Tolar Grande. Auf dem Weg dahin machen wir noch kurz halt bei einer kleinen Salzwasserlagune. Hier würde man vermutlich nicht untergehen. Aber das Wasser ist definitiv keine gefühlten Null Grad warm und kein Süsswasser in Sicht zum Abwaschen des Salzes. Darum lassen wir das Bad sein auch wenn es herrlich aussieht. Nach Tolar Grande gibt es für heute den letzten Zwischenstopp bei den Ojos de Mar. Diese natürlichen Lagunen sehen fast so gut aus wie das Salzbad. Bei der Salar del Diablo übernachten wir dann knapp neben der Strasse. Der Teufel macht hier über Nacht seinem Namen alle Ehre und wir erleben eine bitter Kalte Nacht, -8.4 Grad zeigt unser Thermometer an. Zum Aufwärmen machen wir mit der Kamera eine kleine Fotosafari in der Umgebung. Über den Paso de Gallo fahren wir bis zum Viaducto la Polvorilla, dieser liegt auf fast 4200m.ü.M. Da nur noch ein Touristenzug bis hierher fährt und dies auch nur am Samstag, müssen wir diese Brücke ohne den Zug fotografieren. Wir übernachten direkt bei der Brücke und fahren am nächsten Tag bis Nach Salta. Wo wir auf unseren Besucher warten. In Salta erleben wir einen kleinen Kulturschock, nach gut zwei Wochen fast ohne eine Menschenseele jetzt wieder in der Stadt zu sein!

Am Samstag ist es so weit, wir holen unseren Kollegen Urs alias „Paco Perez“ am Flughafen ab. Wir gehen mit ihm in den nächsten Einkaufsladen und besorgen uns dort die nötigen Lebensmittel für ein Asado auf dem Campingplatz. Mit Bier und eben viel Fleisch vom Grill verbringen wir einen gemütlichen Abend. Nach einer kurzen Nacht geht es aber fürs erste raus aus Salta. Wir wollen ihm nicht nur Salta zeigen sondern machen gleich eine kleine Rundfahrt. Die ersten Kilometer kennen wir noch, hier sind wir vor ein paar Tagen hinunter gefahren. Vor der Ortschaft San Antonio de los Cobres biegen wir auf die Strasse zum Pass Abra el Acay ab. Vorgängig haben wir uns informiert ob dieser geöffnet bzw. befahrbar ist. Mit fast 4900m.ü.M. ist dies der höchste Pass welcher in Argentinien liegt. Von hier aus machen wir zu Fuss eine kleine Wanderung auf über 5000m.ü.M. So erreichen wir alle gemeinsam das erste Mal diese Höhe und sind somit höher als der höchste Punkt von ganz Europa.

 

Da wir keine kalte und windige Nacht hier oben verbringen wollen, fahren wir hinunter ins Tal. An einer ebenen Stelle stellen wir unser Fahrzeug und das Zelt auf. Über eine Nebenstrasse erreichen wir am nächsten Tag das Dorf La Poma hier genehmigen wir uns ein leckeres Fischgericht. Diesen Tipp haben wir vorhin bei einer Bachdurchfahrt von einem Einheimischen bekommen. Von hier aus geht es mehr oder weniger direkt nach Cachi dort besichtigen wir die Ortschaft und die örtliche Kirche welche wie auch andere in der Umgebung ein Dach aus Kaktusholz hat. Zum Abschluss gibt es noch in Olivers Bar einen Drink, diese ist vor allem bei Motorradfahrern beliebt. Im Seitental von Cachi an einem Picknickplatz stellen wir uns wieder für die Nacht auf. Nach einem guten Frühstück fahren wir zum Weingut Colomé, dieses ist im Besitz des Schweizer Donald Hess neben dem Weingut hat es hier noch ein Kunstmuseum in dem Werke von James Turrel aufgebaut sind. Nach der Besichtigung des Weinkeller und der Verarbeitungstrasse geht es ins erwähnte Kunstmuseum. In diesem darf nicht fotografiert werden und der Fotoapparat muss draussen deponiert werden. Die Kunst welche hier gezeigt wird, wird nur aus der Raumform und Licht gemacht. Wir verzichten auf ein Abendessen hier auf der Bodega und fahren weiter über eine kleine Strasse zurück zur Hauptstrasse. Nach einer ruhigen Nacht am Bach fahren wir durch Cafayate zu den Inka Ruinen bei Quilmes. Nachdem wir immer weiter hinauf gelaufen sind, besichtigen wir diese vor allem von oben. Hier haben wir einen tollen Überblick über die Anlage.

 

Von den Ruinen fahren wir noch einmal nach Süden bis zum Pachamama Museum dieses sehr gut aufgebaute Museum können wir nur weiter empfehlen. Von hier fahren wir aber wieder Richtung Salta. Von Cafayate aus machen wir noch einen kleine Abendabstecher zum Anfang des Tales Quebrada de las Conchas. Nach ein paar Fotos kehren wir wieder und fahren auf einen Campingplatz in Cafayate. Von dort gehen wir am späten Abend ins Zentrum und schauen dem treiben der Einwohner zu und genehmigen uns im Restaurant etwas zum Abendessen. Am nächsten Tag fahren wir nun definitiv durch die sehr schöne Landschaft der Quebrada de las Conchas mit einigen Zwischenhalten entlang der Strecke. Wie zum Beispiel, dem Frosch, dem Anfiteatro und dem Pilz. In Salta wollen wir nicht mehr auf den Campingplatz sondern haben vorgängig ein Apartment reserviert. Aber als wir ankommen ist niemand im Büro und wir müssen mit einer Familie welche dasselbe Problem hat vor der Tür warten. Nach einiger Zeit haben wir den Schlüssel und wir können endlich ins Apartment. Am Abend geht es dann zur Ausgangsmeile von Salta wo in den Strassenrestaurants einiges los ist. Freitag ist dann gleichzeitig auch noch der 1. Mai und auch Feiertag. So sind fast alle Geschäfte geschlossen. So machen wir das Beste daraus und schauen uns das an was möglich ist. Auf den Hausberg von Salta kommen wir zwar. Aber nicht mit der Gondelbahn, da diese auch nicht geöffnet hat. Obwohl beim Eingang geschrieben ist ,,Feiertags geöffnet“. Stattdessen müssen die wohl den Kater ausschlafen! So machen die Taxis heute halt ein gutes Geschäft. Von oben schauen wir auf Salta und gehen dann zu Fuss hinunter. Unten laufen wir über das Zielgelände eines Fahrradrennens zurück ins Zentrum. Leider sind heute auch die Museen geschlossen. So geht es zurück zum Apartment. Am späten Abend machen wir kurz einen Abstecher zur Ausgangsmeile und sitzen in ein gutes Restaurant, wo wir vorzüglich speisen. Am Morgen ist nun auch schon wieder eine Woche vergangen und wir bringen Urs wieder zurück auf den Flughafen.

Da wir in Salta noch einige Dinge zu erledigen haben, fahren wir zurück auf den Campingplatz. Hier ein paar Punkte: Bericht und Bilder aufarbeiten, Fahrzeug Service machen, zwei neue Pneu kaufen und wechseln. Weiter haben wir hier in Salta über eine Strassenbekanntschaft Pierre Riesser; Er in Lausanne geboren, und seine Frau kennengelernt welche uns spontan zu einem Kaffee eingeladen haben. Er hat uns dann noch einige lohnenswerte Ortschaften auf der Karte und Bilder dazu gezeigt. Da wir zusammen mit Urs das Museum MAAM (Museo de Arqueologia de Alta Montãna) nicht besuchen konnten, holen wir dies zu zweit noch nach. Nach all diesen Dingen haben wir Salta langsam für uns gesehen und freuen uns schon auf neue Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Ortschaften.

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