04-Andenanfänger

Nach drei Nächten auf dem Camping El Niriguao wo wir unseren letzten Bericht aufgearbeitet haben, sowie die Touristenortschaft El Calafate angeschaut haben, geht es wieder los um neue Abenteuer zu erleben. Unser erstes Ziel ist der Gletscher Perito Moreno. Wir laufen mit der Kamera in der Hand vom Parkplatz auf dem hier grosszügig angelegten Weg bzw. Steg. Langsam immer näher zum Gletscher wo wir immer mehr die ganzen Ausmasse des Gletschers sehen. Im Waldabschnitt präsentieren sich noch drei Spechte und lassen sich von den Kameras nicht stören. Zurück beim Gletscher sehen wir einige Abbrüche von klein bis mittelgross. Nach ein paar Stunden haben wir genug und gehen zurück zum Landy und fahren vom Gletscher Richtung Nachtlager am Lago Roca wo wir in einem Gratis Camp des Nationalpark Los Glaciers übernachten. Vom Lago Roca fahren wir am Morgen wieder zurück nach El Calafate und stocken dort noch einmal unsere Vorräte auf. Mit einem kleinen Zwischenhalt bei der Cuevas de Walichuli welche wir nicht weiter Empfehlen können, fahren wir direkt nach El Chalten. Dort geht es zuerst zum Infocenter vom Nationalpark, wie es sich herausstellt kommen wir gerade zu einer ungünstigen Zeit! Wir werden gleichzeitig in einer Gruppenabfertigung mit einer ganzen Carladung von Touristen abgefertigt. Als diese wieder weg sind wollen wir uns noch eine Karte und mehr Informationen holen. Werden aber relativ rasch abgespeist. Aber um dann immer noch zu sagen: Wenn wir noch Fragen haben sollen wir hier vorbei kommen und nicht im Dorf fragen oder glauben was dort erzählt wird! Aber hier wurde gar nicht auf alle Fragen eingegangen, sondern es hiess sofort wieder macht zuerst diese Touren und dann kommt wieder. So sind wir halt mit dieser einen Karte raus und stellen mit dieser und unseren eigenen Karten vom Navi unsere Wandertour selber zusammen und nicht so wie Sie es allen gesagt hat. Wir sind ja schliesslich Individualreisende und lassen uns nicht einfach so Plump abspeisen und vorschreiben welche Wanderung für uns richtig ist, lassen wir uns auch nicht. Schlussendlich kennen die uns und was wir mögen nicht. So geht es am nächsten Tag zur Laguna Torre auf dem Weg dahin sehen wir eindrücklich den Cerro Torre hinten im Tal noch ohne Wolken. Nach einfachen 10km sind wir hinten bei der Lagune. Genau in dem Moment ziehen die Wolken vor den Cerro Torre, wir beschliessen noch ein bisschen weiter zu gehen Richtung Gletscher aber der Wind frischt deutlich auf und wir machen zuerst einmal eine Pause und Verpflegen uns. Die Wolken hinten im Tal werden immer dichter und die Leute kommen immer schneller von hinten nach vorne! Jetzt kommen immer dichtere Wolken inkl. Regen nach vorne. Wir bleiben einem Moment im Windschatten eines Felsen und warten. Doch wir müssen einsehen dass es wohl besser ist, wie die andern kehrt zu machen und zurück nach El Chalten aufzubrechen. Je weiter wir gehen desto besser wird es wieder, so biegen wir an der nächsten Abzweigung ab und machen noch einen Schlenker Richtung Fitz Roy so dass wir nicht immer denselben Weg zurück müssen wie wir gekommen sind. Zurück in El Chalten schauen wir noch einmal beim Infocenter vorbei und prüfen ob sie heute bessere Laune haben. Aber diese Hoffnung verfliegt sehr schnell kaum sind wir dort werden wir schon wieder unfreundlich empfangen. So entschliessen wir dass es wohl besser ist, hier keine Informationen mehr einzuholen und die sich vielleicht überlegen sollten einen neuen Job zu suchen! Damit wir morgen nicht wieder denselben Weg nehmen müssen wie heute auf dem Rückweg, fahren wir dem Fluss entlang weiter ins Tal hinein. Beim Bach Rio Blanco treffen wir auf Flavio und Nathalie welche hier ihr Nachtlager haben. Wir haben sie gestern das erste Mal auf unserer Reise getroffen und uns kurz unterhalten,  von anderen Reisenden haben wir schon von ihnen gehört. Wir beschliessen dass wir direkt neben sie parkieren und hier am Bach die Nacht verbringen. So können wir am Morgen direkt von hier zur Laguna de Los Tres laufen. Dieses Mal von einem Seitenarm zu den Hauptwanderrouten, so sind wir möglichst kurz auf den viel Frequentierten Wegen unterwegs. So laufen wir also heute zuerst auf der linken Bachseite hinauf bis zum Hauptweg und von dort zu Laguna. Hier geht es auf dem letztem Kilometer 400 Höhenmeter hinauf. Oben machen wir unser obligates Foto mit dem Fitz Roy im Hintergrund. Und nehmen dann den Rückweg in Angriff. Zurück geht es auf der anderen Bachseite wo wir auf halben Weg noch einen kleinen Abstecher zur Laguna Piedras Blancas mit Gletscher und Wasserfall machen. Dorthin müssen wir aber zuerst über die grossen Felsbrocken den Weg suchen. Auf diesem Abschnitt vergisst Michael all seine Schmerzen im Knie und springt wie ein kleines Felsäffchen von einem Stein zum nächsten. Aber auch der schönste Abschnitt ist einmal zu Ende und wir laufen die letzten Kilometer zurück zum Fahrzeug. Die Nacht verbringen wir wieder auf demselben Parkplatz wie bei der ersten Nacht. So haben wir es am Morgen relativ nah zur letzten Wanderung hier in El Chalten. Für diese letzte Wanderung stehen wir fast mitten in der Nacht auf, damit wir möglichst früh auf dem Berg sind und so hoffentlich ein super Panorama und klare Sicht auf die Berge Cerro Torre und Fitz Roy haben. Oben angekommen sind wir ein bisschen zu spät für den Sonnenaufgang und der Cerro Torre will sich auch nicht zeigen. Uns gefällt die Aussicht trotzdem aber das Highlight sind zwei Mäusebusharde welche sich über zwei bis drei Stunden mit uns abgeben und für uns posieren. Pirmin möchte sich gar nicht mehr von seinem gefiederten Freund trennen. Unsere Letzte Nacht in El Chalten verbringen wir noch auf dem Camping um uns zu Duschen und ein bisschen mehr Platz zu haben als auf dem Parkplatz. Unser Eindruck von El Chalten ist durchwachsen. Wanderungen, Berge und die Natur sind hier sehr schön, aber das Personal vom Infocenter (Park) sowie die sehr schlechten Einkaufsmöglichkeiten machen einen negativen Eindruck. Und Nebenbei ist das Internet hier sehr sehr langsam.

Am Morgen versuchen wir noch etwas Frisches einzukaufen was sich aber als unmöglich herausstellt, man muss hier wohl immer die Lieferung der frischen Ware abwarten. So geht es raus aus El Chalten bei strahlendem Sonnenschein. Nach einigen Kilometern und Baustellen auf der Routa 40, geht es hinunter zum Lago Cardiel wo wir direkt am See Parkieren und es uns gemütlich machen. Kurz bevor wir unser Nachtessen machen wollen fährt neben uns ein Argentinier mit seinem Auto einfach in ein Schlammloch. Wir fragen uns warum er da durch wollte! So müssen wir wohl unsere Stühle verlassen und ihm zu Hilfe kommen, da sonst hier weit und breit niemand ist. Es stellt sich heraus, dass er einen besseren Weg vom Strand zurück auf die Strasse gesucht hat. Da hat er sich aber Recht vertan! Wir fahren mit unsrem Landy hinter ihm in Stellung, machen Seilwinde und Schaufel bereit und ziehen das Fahrzeug, beim zweiten Versuch mit Müh und Not aus dem Schlamm! Dies ist nun schon das zweite Mal, nachdem wir in Ushuaia schon den Senior vom Camping rausziehen mussten. Ganz ohne Probleme kommen auch wir nicht aus. Am nächsten Morgen müssen wir feststellen das der eine Reifen wenig Luft hat. Als Grund stellt sich das Ventil heraus welches nur schon bei der kleinsten Berührung Luft raus lässt.  So machen wir einen kleinen Umweg über Gabernator Gregores um dort bei einer Gomeria das Ventil auszutauschen. Bei der Tankstelle füllen wir noch den Tank und essen dort gleichzeitig noch eine Pizza zum Morgenessen. Nachdem alles erledigt ist und wir noch eingekauft haben, heisst unser nächstes Ziel National Park Perito Moreno, nein nicht der Gletscher sondern weiter Nördlich der Gleichnamige Park! Hier bei diesem Park, wo pro Jahr nur ein paar Tausend Leute vorbeikommen, werden wir dieses mal sehr freundlich empfangen und müssen feststellen das es auch ganz anders geht als in El Chalten. Wir fahren für heute Abend zur Rangerstation El Rincon wo man gratis übernachten kann. Hier treffen wir wieder auf Flavio und Nathalie sowie zwei andere Reisende welche aber Richtung Süden unterwegs sind. Nach einer gemütlichen Runde beieinander machen wir unser Nachtessen und gehen langsam ins Bett. Morgen geht es früh raus. Um Vier Uhr heisst es aufstehen. Wir wollen vor dem Sonnenaufgang auf dem Cerro Leon sein, um von dort oben ein paar Fotos zu machen. Wieder zurück erwischen wir die anderen noch beim Morgenessen. Wir überlegen uns was wir noch machen wollen, dafür fahren wir zurück zur Ersten Rangerstation und fragen dort nach der Strasse Richtung Lago Burmeister wo noch eine Übernachtungsmöglichkeit ist. Es heisst die Strassenverhältnisse seinen schlecht. Aber wir wollen es trotzdem versuchen und Regen ist auch nicht angesagt. So geht es zum Lago Burmeister um dort die zweite Nacht im Park zu verbringen. Dort angekommen beziehen wir ein Herrliches Plätzchen im Wald. Die Strasse empfanden wir nicht als so schlecht! Nach einiger Zeit kommen bei uns noch Flavio und Nathalie vorbei, aber ohne Auto! Das Auto mussten sie in Schieflage zurücklassen. Wir fackeln natürlich nicht lange und räumen das nötigste zusammen und fahren mit ihnen im Gepäck zur Unglücksstelle. Dort in einer Rechtskurve ist ihnen unter dem Fahrzeug der Boden Weggerutscht und es droht zu Kippen. Wir fangen an zu planen wie wir es am besten Rausziehen. Zurück oder doch nach vorne? Uns zur Hilfe kommen noch zwei Backpacker welche hier im Park am Wandern waren. Mit Ihnen zusammen fangen wir jetzt an den Boden abzutragen, Luft aus den Reifen zulassen, das Fahrzeug zu erleichtern und unser Fahrzeug in Stellung zu bringen um mit der Seilwinde das Fahrzeug zu ziehen. Beim ersten Versuch müssen wir abbrechen, die Sandbleche hat es mit geschoben statt dass wir das Fahrzeug drauf gezogen haben. So muss noch einmal geschaufelt werden bzw. gesichert damit das Fahrzeug nicht doch noch kippt. Beim Zweiten Versuch geht es schnell und der Mercedes hat wieder festen Boden unter den Füssen, ääh Rädern. Alle freuen sich! Aber ganz ist es noch nicht überstanden jetzt sind sie ja auf der falschen Seite und müssen wieder an dieser Stelle vorbei. Zusammen beschliessen wir dass wir es über die Wiese versuchen. Mit unserem Landy prüfen wir die Wiese und geben dann den Weg für Flavio frei, damit er es probieren kann. Einen Moment sieht es fast danach aus das es nicht klappt aber mit ein bisschen anschieben ist die kritische Stelle überwunden und das Fahrzeug auf der sicheren Seite. So sind alle froh dass alles heil überstanden ist.  Für uns geht es zurück zum Lago Burmeister, wo wir bei unserem Idyllischen Wäldchen unser wohlverdientes Nachtessen zu uns nehmen.

Vom NP Perito Moreno geht es wieder zurück auf die Routa 40 wo wir weiter Richtung Norden fahren. Kurz nach Bajo Caracoles biegen wir zu den Cueva de los Manos ab wo wir heute die alten Höhlenmalereien anschauen wollen. Dieses Mal sind die Malereien wirklich eindrücklich nicht so wie in El Calafate wo es mehr nach billigen Kopien aussah! Wir fahren nach dem interessanten rund eine Stunde dauernden Rundgang, weiter Richtung Paso Roballos wo wir bei diesem kleinen Grenzübergang nach Chile einreisen. Bei diesem Grenzübergang suchte der Argentinische Beamte möglichst alles in unserem Fahrzeug was die Chilenen vielleicht wegnehmen könnten bei der Einfuhrkontrolle und wir sollen es doch ihm geben. Neben Früchten (Was man ja auch nicht Einführen darf) auch Diesel usw.! Aber wir stellen uns dumm und geben dem Argentinischen Beamten nichts sondern fahren zur Chilenischen Seite wo wir völlig unbehelligt und einfach einreisen können. So fahren wir Zufrieden weiter das schöne Tal hinunter bis wir zur staubigen Hauptstrasse kommen. Hier fahren wir noch einmal kurz nach Süden wo wir bei Cochrane im Reservat Tamango für heute Schluss machen. Bevor wir von hier weiterfahren machen wir am nächsten Morgen noch eine kleine Wanderung das Tal weiter hinauf bis zum ersten Aussichtspunkt beim See. Der Weg ist doch ein bisschen strenger als gedacht immer wieder Hinauf und dann wieder Hinunter! Zurück beim Fahrzeug geht es zurück nach Cochrane wo wir beim Einkaufen wieder einmal (und bis heute das letzte Mal) Flavio und Nathalie treffen. Nach einem kurzen Schwaz trennen sich unsere Wege, sie fahren in eine andere Richtung. Für uns geht es zu den Marmorhöhlen, die Fahrt geht meist über sehr staubige Schotterstrassen. Kurz vor der Ortschaft Puerto Rio Tranquillo zweigen wir auf eine sehr steile Strasse hinunter zum See ab. Wir können hier gratis Campieren und am Morgen direkt die erste Tour mit dem Boot zu den Marmorhöhlen machen. Die farbigen Marmorhöhlen und die Formen welche wir hier antreffen sind schon beeindruckend und wir kommen fast nicht zum Staunen heraus. Nach diesem schönen Ausflug geht es für uns zuerst einmal in die kleine Ortschaft Puerto Rio Tranquillo, wo wir uns über das Tal „Valle Exploreres“ informieren und auch wieder auf ein paar bekannte Gesichter treffen, welche uns auch noch ihre Erfahrung weitergeben. Wir entschliessen dass wir einen kleinen Umweg über dieses Tal machen. Uns gefällt vor allem der erste Teil des Tales wo der Tiefblaue Bach und die dichtverwachsenen Berghänge ein schönes Bild abgeben. Übernachtet wird leicht abseits der Strasse auf halbem Weg zurück. Wieder in Puerto Rio Tranquillo machen wir kurz halt um dann relativ schnell einige Kilometer nach Norden zu fahren in Cerro Castillo machen wir nur sehr kurz halt und fahren direkt den Pass hinauf zum Reserva Cerro Castillo hier machen wir aber nur einen Zwischenstopp für eine Nacht. Mit einem kleinen Umweg geht es für diesen Teil Chile`s in eine grosse Stadt, nach Coyhaique. Hier schauen wir uns ein bisschen im Zentrum um, kaufen ein, wechseln Geld und sitzen in ein gemütliches Cafe. Für die Nacht fahren wir noch ein paar Kilometer aus der Ortschaft heraus. An einem Bach, etwas abseits der Hauptstrasse unter einem Baum finden wir unseren schönen Stellplatz. Im Bach gibt es dann noch ein erfrischendes Bad. Über immer dichterwerdenden Dschungel geht es zum Nationalpark Quelat, hier wollten wir eigentlich auch unser Nachtlager beziehen aber dieses ist hier für diese Nacht schon besetzt. So heisst es für uns kurz etwas Essen inkl. gesponserten Bier einer geführten Ausfluggruppe. Um dann die Wanderschuhe anzuziehen und zu Fuss auf diesem Dschungelweg zum Aussichtspunkt zu kommen um ein paar Fotos vom Gletscher mit dem Wasserfall zu machen. Wie erwartet hat es um diese Zeit natürlich einige Einheimische beim Aussichtspunkt und wir zwängen uns einfach auch noch dazu. Uns wird dies aber schnell zu Bunt und laufen darum mehr oder weniger direkt zum Landy zurück. Wir müssen ja für heute auch noch ein Nachtlager finden. In Puyuhuapi finden wir direkt am Meer ein sehr schönes kostenloses Plätzchen.

Am Abend beschliessen wir dass wir schnell noch nach Argentinien fahren bevor es Wochenende ist. Um dort vor Ort noch ein paar Termine zu klären. So stehen wir bei Sonnenaufgang auf fahren den südlicheren Weg nach Argentinien, mit dem Gedanken über den nördlichen Weg (Futaleufu), wieder zurück zu fahren. In Esquel klären wir als erstes die Standorte bzw. Termine für Kleider und Autowaschen und einen Termin bei einem Mechaniker welcher zuverlässig ausschaut um bei unserem Fahrzeug das Öl und die Filter zu tauschen und unters Fahrzeug zu schauen. Wir können alles auf den nächsten Montag organisieren so haben wir jetzt das Wochenende Zeit zum uns entspannen! Nicht ganz wir haben ja nicht Ferien! Wir fahren also am Freitagmorgen nach El Maiten und machen dort einen kleinen Ausflug mit einer Dampflock „La Trochita“ und besichtigen dort die Werkstatt und den Zugfriedhof. Gleichzeitig haben wir uns für heute Abend bei Abgefahren angemeldet dass wir unsere Versicherungspapiere bei ihm abholen. Dort entschliessen wir die Nacht direkt bei ihm auf der Ranch zu bleiben. Nach einem reichlichen Frühstück unterhalten wir uns noch einmal mit Klaus, über die Ranch, die Arbeit, holen Tipps von ihm und was gerade so ansteht. Wir würden gerne noch eine Zeit hier auf dieser sehr schön gelegenen Ranch bleiben, aber wir haben am Montag ja einiges in Esquel zu erledigen. So verabschieden wir uns von hier und nach einem Besuch des Kunstmarktes in El Bolson, geht es Richtung Nationalpark Los Alerces welcher auf dem Weg Richtung Esquel liegt. Kurz vor dem Park machen wir aber noch einen Abstecher nach Cholila wo gerade ein Asado Fest im gange ist. Dies wollen wir natürlich nicht verpassen und mischen uns unter die Leute. Hier wird um ein L-förmig angelegtes Feuer Lamm und Rindfleisch grilliert und gleichzeitig diese riesigen Mengen an Fleisch gegessen. Wir bekommen natürlich auch Lust kaufen uns davon auch etwas und essen hier genüsslich unsere Fleischstücke. Nach einigen Stunden auf dem Festgelende geht es für uns wieder weiter zu unserem Tagesziel. Hier im Nationalpark Los Alerces machen wir aber für einmal keine grossen Wanderungen, da wir ein bisschen Wandermüde sind. So sehen wir uns hauptsächlich die naheliegenden Wasserfälle, Wälder und Seen an. Aber so sehen wir die Lärchen nach welchen der Park benannt ist nicht, bzw. man findet sie vermutlich nur auf einem bestimmten Weg und vor allem abseits, unzugänglich für uns. Montagmorgen fahren wir früh los um nach Esquel zu kommen dort arbeiten wir unsere Termine ab und es bleibt noch genügend Zeit das sich Michael endlich einmal luftigere Schuhe kaufen kann. Vom Camping es geht es am Abend zu der einzigen Pizzeria welche wir gefunden haben und essen dort eine grosse Pizza.

Heute gehen wir wieder zurück nach Chile, wie schon vorher erwähnt nehmen wir jetzt den leicht nördlicheren Grenzübergang bei Futaleufu um zurück nach Chile zu kommen. Beim losfahren bemerken wir, dass das eine Standlicht nicht mehr funktioniert! Weiter geht es aber Richtung Grenze nach einem kurzen Einkauf in Trevelin, bemerken wir dass der Schalter für die Scheinwerfer leicht hackt. Kurz vor der Grenze machen wir eine Pause um schnell die Glühbirne des Standlichts zu tauschen. Da müssen wir aber feststellen, dass wir auch kein Abblendlicht mehr haben! Nachdem wir auch diese gewechselt haben und diese immer noch nicht funktionieren, kommt uns wieder der Schalter in den Sinn. So schrauben wir halt auch noch beim Armaturenbrett herum um an den Schalter zu kommen. Dort stellen wir fest, der eine Kontaktkopf ist abgebrochen und das Abblendlicht bekommt somit keinen Strom. Nach einigen Versuchen mit Überbrücken und möglichst ohne den Schalter zu beschädigen, geben wir für den Moment auf und lassen es für heute sein und fahren halt nur mit Standlicht weiter. Nach einer schönen Nacht kurz vor Futaleufu in einem Wäldchen, fahren wir zu jener Ortschaft. Was uns bisher sehr gefällt an Chile ist das man praktisch bei jeder Ortschaft auf dem Dorfplatz kostenloses WLAN hat. So können wir hier ein paar Mails machen und noch einmal den Versuch starten eine Fähre zu buchen, welches am Vortag nicht geklappt hat. Aber auch hier funktioniert es nicht, darum machen wir direkt an die Firma noch ein Mail Betreff Reservation und Buchungsproblemen mit ihrer Webseite. Dieses Mail ist bis heute Unbeantwortet! Das nennt man Kundenfreundlichkeit, Gruss an Transportes Austral. So fahren wir, für einmal bei regnerischem Wetter, zügig nach Chaiten um dort die Fähre zu buchen. Von einer Reservation oder Buchung finden die natürlich nichts und so müssen wir die Fähre am Sonntag nehmen statt wie geplant am Samstag. Bei immer noch regnerischem Wetter sehen wir uns nach Stellplätzen für die Nacht um. Wir entschliessen uns dieses Mal an einer abgelegen Strasse hinter dem neuen Flughafen zu campieren. Da es noch ein paar Tage sind bis Sonntag geht es zurück nach Chaiten um uns bei nun schönem Wetter die noch immer zum Teil sichtbaren Verwüstungen anzuschauen, welcher der Vulkan im Jahr 2008 hier angerrichtet hat. Am Nachmittag fahren wir noch zu den Thermen Amarillo wo wir uns im heissen Wasser und bei einem Schlammbad entspannen. Am Freitag machen wir im Park Pumalin eine steile Wanderung zum Vulkan hinauf, wo man die noch immer rauchenden Kegel des Vulkanes sehen kann. Am frühen Nachmitttag suchen wir bei einem von mehreren möglichen Campingplätzen im Park nach einem schönen Platz um. Hier beim Camping El Volcan liegen die schön angelegten Unterstände weit auseinander und man hat genügend Platz zum sich auszubreiten. Den Samstag wollen wir weiter nutzen um ein zwei Wege hier im Park abzulaufen. Die ersten zwei sind zwar geschlossen, aber beim kürzeren machen wir es wie die Einheimischen und klettern einfach über die Abschrankung. So sehen wir dieses Mal auch einige Lärchen hier im Wald stehen. Beim nächsten Weg stellen wir unser Fahrzeug direkt beim Camping bei einem Unterstand ab, damit wir auch direkt unser Nachtlager reserviert haben. Hier beim Weg „Cascada Escondidos” laufen wir den schönen Dschungelweg zu zwei herrlichen Wasserfällen ab, besser gesagt zuerst hinauf. Bei diesem Camping mussten wir nichts zahlen! Bis am Morgen kam niemand vorbei um die 7500 Pesos einzukassieren.

Sonntagmorgen geht es nun auf die erste von zwei Fähren für heute. Der erste kurze Abschnitt geht von Caleto Gonzalo über die Bucht um dort 10 km mit dem Fahrzeug zur nächsten Fähre zu fahren, Endziel Hornopirén. Diese schöne Fährverbindung können wir nur weiterempfehlen. Nach der Ankunft schauen wir uns nach einem Einkaufsladen um. Dies sind hier im südlichen Teil von Chile meist sehr kleine Läden mit wenig Auswahl. Vor allem brauchbare Frischware ist Mangelware. Hier bei diesem ist das Highlight nicht das Angebot sondern der Meeresfrüchtesalat welcher der Besitzer für sich im Kühlschrank hat. Wir können ihn nicht dazu überreden etwas zu verkaufen, aber wenigsten bekommen wir etwas davon zum probieren. Übernachtet wird einige Kilometer weiter am Strand direkt neben einem Boot. Wir fahren weiter Richtung Norden bei Cochamo wollen wir uns über gleichnamige Seitental informieren, dieses soll anscheinend die Südamerikanische Antwort zum „Yosemite“ Tal in den USA sein. Wir können uns aber wegen den uns mangelnden Bildern vom Tal nicht dazu durchringen unser Zelt zu packen und für mehrere Tage ins Tal hinein zu laufen. So geht es halt noch weiter bis wir wieder Asphalt unter den Rädern haben. Beim Nationalpark Vicente Pérez Rosales sehen wir die zu dieser Zeit völlig überlaufenen Wasserfälle „Saltos de Petrohue” an (Touristen nicht Wasser!). Wir übernachten nur etwa einen Kilometer von den Wasserfällen in einem Wald mit mehreren Stellplätzen. Dies gibt uns auch die Möglichkeit am Morgen als erste noch einmal bei den Wasserfällen vorbei zu schauen. Dank dem Paso Anual alles kostenlos. So haben wir an diesem Morgen für kurze Zeit die Wasserfälle und die Aussicht zum Vulkan Osorno für uns alleine. Danach geht es steil den Vulkan hinauf bis zur Skistation auf etwa 1400m über Meer. Hier geniessen wir bei einem Kaffee die Aussicht auf den Vulkan und den See. Als nächstes suchen wir uns wieder einmal einen Campingplatz wo wir diesen Bericht und die Bilder für euch aufbereiten. Dazu fahren wir um den See Llanguihue um in der Gegend wo sich viele Deutsche Niedergelassen haben ein geeignetes Plätzchen zu suchen. Jetzt da ich dies schreibe bin ich nicht sicher ob wir dieses geeignete Plätzchen gefunden haben. Es ist jetzt fast 10 Uhr am nächsten Morgen und wir haben heute immer noch kein WLAN und der Aufenthaltsraum / Essbereich ist immer noch geschlossen! Und dies ist nicht das einzige Negative. Einziger Pluspunkt Direkt am See mit einem schönen Ausblick zum Wolkenverhangenen Vulkan Osorno. Wir prüfen also noch den Campingplatz direkt neben an und werden da natürlich (wir sind ja bezahlende Gäste) freundlich empfangen. So hoffen wir hier, dass wir alles fertig machen können. Im Moment sitze ich gerade bei ihnen in der Privaten Küche und lade den Bericht ins Internet! Also hier noch einen Gruss an Camping Werner! Bevor es wieder weiter geht mit unserer Reise.

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